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  IP / Bio  
     
 

Integrierte Produktion (IP), Vinatura
Integrierte Produktion (IP) erzeugt eine hochstehende Traubenqualität durch naturgerechten Anbau nach verbindlichen Regeln. Das natürliche Oekosystem (=Lebensgemeinschaft) bleibt erhalten. Die Familie Zweifel gehört zu den Pionieren des umweltschonenden Anbaus in der Deutschen Schweiz. Wir pflegen unsere Reben seit 1989 nach den IP-Richtlinien.

Biologischer Anbau
In Regensberg, unserem höchstgelegenen Rebberg (480 - 600 m ü.M.), erhielten Ende Januar 2000 drei Parzellen das offizielle Bio-Zertifikat! Sie sind mit den interspezifischen Sorten Johanniter (weiss), Maréchal Foch, Léon Millot und den Vitis vinifera Sorten Garanoir und Regent bestückt. Wir freuen uns, Ihnen aus den Jahrgängen 2002 bis 2005 eine rote Bio-Assemblage („Quartett“) aus diesen Sorten anbieten zu können.

Ab dem 1. Januar 2006 haben wir diese Parzellen wieder auf normale IP-Bewirtschaftung umgestellt. Für uns wird der Grundsatz der Nachhaltigkeit im Bio-Weinbau nicht erfüllt. Da wir eine Parzelle der Sorte Garanoir regelmässig (bis zu zehn Mal) und zwei Parzellen (Johanniter und Regent) vier bis fünf Mal im Jahr spritzen mussten, stellte sich immer mehr die Frage der Spritzmittel. Im Bio-Weinbau dürfen nur Mittel angewendet werden, welche nicht chemisch-synthetisch produziert worden sind. Bei diesen Mitteln ist die Dauer des Schutzes und die Wirksamkeit sehr beschränkt. Was zur Folge hat, dass häufiger und vor allem bei nassen Bodenverhältnissen in den Rebberg gefahren werden muss. Zudem hat man bis heute keinen guten Ersatz für Kupfer (gegen Falschen Mehltau) und Schwefel (gegen Echten Mehltau) gefunden. Kupfer wird im Boden gebunden und angereichert. Deshalb muss – wenn auf Rebparzellen gebaut wird – der Humus als Sondermüll deponiert werden. Der Schwefel wird in der Landwirtschaft auch als Dünger eingesetzt, die Rebe braucht nur wenig davon. Aber die Raubmilben – ein Nützling, welcher verschiedene Parasiten frisst – sind aus unseren Garanoir verschwunden, weil sie den Einsatz von Schwefel als Pflanzenschutzmittel nicht vertragen.

Durch die Umstellung müssen wir die Garanoir jetzt nur noch sechs bis sieben, und die Johanniter und Regent noch maximal drei Mal schützen. Dies geschieht mit Mitteln, welche aus der Natur kopiert wurden (Strobilurine). Auch wird der Boden so weniger mechanisch belastet und der Energie-Aufwand ist geringer.

Die Zukunft des pflanzenschutzfreien Rebbaus liegt in der Pflanzung von Neuzüchtungen, welche teilweise oder ganz gegen die Mehltau-Krankheiten resistent sind.

Freie Mitarbeiter im Rebberg
Urs Zweifel hält in vier Parzellen in Regensberg, die keinen oder wenig Pflanzenschutz benötigen, eine kleine Schafherde, die ihn bei der Boden- und Laubarbeit unterstützt. Es handelt sich um Tiere der vom Aussterben bedrohten Rasse der Skudden, nordische Heidelandschafe mit Heimat in Ostpreussen. Die Trauben sind für die Tiere nicht erreichbar, da sie dank der sogenannten Umkehrerziehung auf einer Höhe von etwa 1.6 Meter reifen (siehe auch www.skudden.ch).